Rund ums Thema Gesundheit
Bei kleineren gesundheitlichen Problemen können Sie sich zunächst auch gut in der Apotheke beraten lassen. Die spanischen Apotheker sind sehr gut ausgebildet und sprechen oft ausgezeichnet Englisch, einige sogar Deutsch. Auch falls Ihnen mal ein Medikament ausgehen sollte, bekommen Sie in den spanischen Apotheken ein spanisches Präparat mit den gleichen Inhaltsstoffen.
Bei schweren gesundheitlichen Problemen sollten Sie sich allerdings unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen.
EU-Krankenversichertenkarte mitnehmen!
Alle EU-Bürger haben in Spanien ein Anrecht auf freie Behandlung – allerdings nur in den staatlichen Gesundheitszentren (Centro de Salud) oder Krankenhäusern. Hier müssen Sie entweder einen Auslandskrankenschein E111 (für Notfälle) oder E112 (für geplante Behandlungen) vorlegen – oder Ihre Plastik-Krankenversichertenkarte, wenn diese mit dem EU-Zeichen versehen ist. Fragen Sie im Zweifel vor Antritt Ihrer Reise bei Ihrer Krankenversicherung nach.
Sie können sich auch bei privaten Ärzten oder in privaten Krankenhäusern behandeln lassen. Es gibt auf Mallorca auch viele deutsche oder deutschsprachige Privatärzte, erkundigen Sie sich an der Rezeption Ihres Hotels oder in der deutschen Inselpresse. Gegen Vorlage der Rechnung erstattet Ihnen die gesetzliche Krankenkasse den Betrag, den Sie in Deutschland für dieselbe Behandlung erstattet hätte. Allerdings liegen die von den Privatärzten berechneten Kosten oft weit über dem erstattungsfähigen Betrag, daher empfehlen wir gesetzlich Versicherten dringend den Abschluss einer Reisekrankenversicherung. Diese deckt zusätzlich auch die Kosten für einen Rücktransport nach Deutschland ab, was bei den gesetzlichen Krankenkassen nur sehr selten bewilligt wird.
Alle privat Versicherten sollten sich vor dem Urlaub bei Ihrer Krankenkasse über die Deckung bei Auslandsreisen erkundigen (insbesondere auch darüber, ob die Kosten für einen Rücktransport nach Deutschland übernommen werden), und ggf. eine zusätzliche Reiseversicherung abschließen.
Die obigen Informationen gelten für in Deutschland Versicherte. Alle Urlauber aus der Schweiz oder Österreich bitten wir, sich vor Ihrem Urlaub bei ihrer Krankenkasse zu erkundigen.
Wir geben uns die größte Mühe, alle Informationen auf dem neuesten Stand zu halten, nichtsdestotrotz weisen wir an dieser Stelle noch mal darauf hin, dass wir entsprechend unserer Nutzungsbedingungen keine Gewähr für die auf dieser Webseite veröffentlichen Informationen geben.
Im Folgenden haben wir Informationen über die gängigsten Gesundheitsprobleme im Urlaub zusammengestellt:
Insektenstiche
Im Früh- und im Spätsommer können die kleinen Biester wirklich nervig sein... Bei den meisten jucken die Stiche nur ein paar Tage, wer besonders empfindlich reagiert, sollte vorher seinen Arzt konsultieren und eventuell präventive Maßnahmen ergreifen. In den Supermärkten der Insel gibt es Anti-Mückenstecker, die Sie einfach nur in die Steckdose Ihres Hotelzimmers stecken müssen. Nehmen Sie sich außerdem ein Anti-Mückenspray mit, es gibt jetzt auch welche ohne chemische Zusätze, die unserer Erfahrung nach gut wirken. Juckende Stiche kann man mit speziellen Stiften oder auch einem Tropfen Essig beruhigen. Entzündete Mückenstiche unbedingt einem Apotheker oder Arzt zeigen!
Tierbisse
Viele Tierliebhaber streicheln gerne die süßen Hunde und Katzen, die überall herumlaufen – aber bitte seien Sie damit im Urlaub vorsichtig. Viele streunende Tiere haben schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht und schnappen bei unbedachten Bewegungen aus Angst womöglich zu. Tierbisse müssen unbedingt vom Arzt untersucht und desinfiziert werden, gegebenenfalls muss er auch die Tetanusimpfung auffrischen.
Magenprobleme
Heutzutage gibt es im Urlaub in Spanien nur selten Magenprobleme, die hygienischen Verhältnisse und die Gesundheitskontrollen entsprechen denen in Deutschland, Österreich und der Schweiz oder übertreffen diese sogar. Um Magenproblemen vorzubeugen, beachten Sie bitte Folgendes:
Eiskalte Getränke in überhitzten Körpern können zu Magenproblemen führen, da dieser mit dem plötzlichen Temperaturunterschied nicht klarkommt. Trinken Sie in der Sonne nur kalte Getränke und sparen Sie sich die eisgekühlten für den Abend auf! Interessanterweise kühlt ein Heißgetränk besser ab, da es die Poren öffnet, z. B. heißer Tee.
Das Leitungswasser kann nicht überall auf der Insel getrunken werden, bitte fragen Sie an der Rezeption Ihres Hotels nach. Es ist überall völlig unbedenklich zum Zähne putzen oder Kartoffeln kochen, der Geschmack ist teils einfach nur nicht so gut, besonders, wenn das Wasser aus einer Meerwasserentsalzungsanlage kommt. Kaufen Sie dann einfach das Wasser im Supermarkt, entweder in Flaschen oder in 5- oder 8-Liter-Kanistern.
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